Und es werde Licht!

Entdeckt auf dieser webseite von public, von OLIVER USCHMANN, Dezember 2007.

Eine neue Bewegung selbstbewusster Atheisten will die religiöse Fundierung unserer Moral nicht länger als selbstverständlich hinzunehmen. Die wahrhaft offene Gesellschaft ist für sie nur auf Basis eines wissenschaftlichen Humanismus möglich. Sie wollen eine neue Leitkultur.

Gott ist tot. Wieder mal. Und auch wenn seine heutigen Mörder nicht acht Stunden am Tag durch die Schweizer Berge spazieren und philosophieren, so sind sie doch ebenso wie Friedrich Nietzsche erbitterte Feinde des Glaubens an das Heil im Jenseits und Freunde der fröhlichen Wissenschaft, die das Leben im Hier und Jetzt lebenswert macht. Was lässt sie uns nicht alles sehen, was wir mit bloßem Auge niemals erfassen können? Atome und Quarks, Planeten und Galaxien. Wäre es nach den Vertretern der Kirchen gegangen: Wir hätten das alles niemals entdeckt.

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, der in Oxford einen eigens für ihn geschaffenen Lehrstuhl für „Public Understanding of Science“ hält, wählt für diese freiwillige Beschränkung des Sichtfeldes in seinem neuen Bestseller „Der Gotteswahn“ ein gewohnt polemisches Bild: die Burka. So klein wie ihr Sehschlitz sei der Blick auf die Welt, den unsere Sinnesorgane erlauben; schuldig macht man sich als religiöser Mensch dadurch, dass man ihn freiwillig nicht erweitert und das ganze Licht der Erkenntnis hinein lässt, das Aufklärung und Naturwissenschaft ermöglichen. Religion ist für Dawkins kein Kavaliersdelikt, das wenigstens seelischen Halt und moralischen Kitt in einer kalten Wettbewerbsgesellschaft bietet. Im Gegenteil … (ganzer Text lesen).

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