Philo um Rael und co.

Schon am 6. August 2008 auf meinen Schreibstuben-Blog publiziert. – Auf diesem Blog verbunden mit Die menschliche Zukunft, mit Gefallene-Engel, Nicht-Gefallene-Engel … und wir als Menschheit, und mit Paradiesvorstellung.

Als Denkansatz gedacht:  

Ob ich daran glaube, dass die AI Rael wirklich die Botschaft gegeben haben? Ich halte es wie in dieser neuen Wissenschaft über die Neuro-Linguistische Programmation: Die Wahrheit ist nicht ein fester Begriff, sondern ein Modell. Damit wir damit arbeiten können und Resultate produzieren. Diese Botschaft ist ein Denkmodell, welches ich effektiv benutze, weil es eine ganze Reihe von neuen Begriffen liefert, die wir durchaus akzeptable in unser bestehendes Denkgebäude einsetzen können. Schon allein diese Tatsache beweist, dass diese Botschaft von einem echten Genie geschrieben worden ist (updated later: also nicht von Rael).

Man darf sich fragen, was ein Ausserirdischer ist. Das ist doch einfach jemand, der eine solche Schubkraft unter sein Hinter setzen kann, dass er jenen Planeten, auf welchem er gerade kurz vorher noch war, verlassen konnte.

  • Rael erzählt, diese AI hätten das Leben auf der Erde geschaffen, hätten hier jahrtausende, vielleicht sogar in einem Turnus, gewohnt und gewerkelt. Frage: wenn ich im Dorf x geboren und aufgewachsen bin, von dort also ein Einwohner bin, und mit 20 nach dem Dorf y gehe, dort eine Wohnung und Arbeit annehme, bin ich dann ein Ausser-Etwas, also ein Fremder in y?
  • Die Elohim haben, laut Rael, hier das Leben genetisch geschaffen, sogar unsere Vorfahren. Natürlich sind sie wieder zur Hauptresidenz auf ihren Planeten zurückgekehrt, aber wenn wir im Dorf y eine Sommerresidenz behalten und dann Hauptberuflich, sozusagen, wieder nach x zurückkehren, bin ich dann in y ein Fremder, nachdem ich 10 Jahre dort gelebt habe, oder ein fast-Einheimischer, oder ein immer noch Zugehörender?
  • Oder anderst herum gefragt: wenn die Elohim einmal in Genf landen werden, wird ihnen die hiesige Einwohnerbehörden wohl ein Permis C oder ein Permis B geben?

Am Anfang war das Wort: Rael und die Guides behaupten, dieses Wort sei das DNS.

  • Warum nicht, kann es ja.Aber ich meine, am Anfang, also VOR diesem DNS(ADN) war das Wort der Schöpfer, deren Computer. Die Zelle war nicht das Erste, es war die ‘Schöpferhand’, also der Computer, der diese Arbeit vollbrachte. Diesem Computer war das Wort näher.
  • Das Wort, Wörter sind total künstliche Gebilde. Sie stehen stellvertretend für die Realität, ihr Charakter ist symbolisch.
  • Dieser Computer als Schöpfer hat mehr Wert, als sein Geschöpf, die erste menschliche Zelle. Der Schöpfer beherrscht das Wort aktiv, das Geschöpf geht folgsam, passiv, als zukünftige Zelle, seinen Weg. An diesem Punkt ein sehr platonischer Gedanke. Hier alleine würde ich Platon Recht geben, wenn er von der Höherbewertung des Schöpfers gegenüber seinem Geschöpf, der Zelle, spricht.
  • Sobald der Mensch aber als Ganzes dasteht, fängt er schon autonom an zu funktionnieren, auch wenn er als Kind noch auf die Anleitung des Schöpfers, der Schöpferin, hört. Diese haben ihn nämlich schon als ein solches zu respektieren.

Rael ist nach der Gauss’schen Kurve in Bezug auf seine Intelligenz, auf sein philosophische Entwicklung, im ‘50 %-Haufen’. Normal, er soll so viele Menschen als möglich berühren. Er hat die Fähigkeit zum Planen eines 10-12-Jährigen Kindes. Sehen Sie doch sein Produkt: die Raelbewegung. Jedermann weiss sicher, dass er diese Bewegung geschaffen hat. Aus dem Produkt Raelbewegung kann man auf den Planer, den Schöpfer dieser Bewegung rückschliessen.

Die Botschaft und die Raelbewegung weisen einen himmelweiten Unterschied auf inbezug auf die philosophische Qualität. Rael liefert aber nur eine populistische Interpretation der Botschaft. Wir müssen diese Botschaft lesen, spüren, beurteilen, auseinander nehmen und die einzelnen Teile genau durch den Kopf (und das Herz) gehen lassen. Wir können uns nicht mit sterilen Wortgefechten die Zeit vertrödeln, ob das jetzt wirklich ein Ausserirdischer war, der diese Botschaft gab.

Wir leben jetzt in der Polarität privates Leben contra öffentliches Leben:

  • Diese Dualität wird wohl immer bestehen, aber wir haben es doch jetzt mit deren Perversion zu tun: sie wird unter vielem anderen dazu missbraucht, die Reproduktion von Leben dem privaten Bereich zu überlassen, also der Frau dafür vom gesellschaftlich-sozialen-öffentlichen her kein Entgeld zuzugestehen.
  • Der so gerne vorgeschobene Sachzwang privat/öffentlich ist damit nicht mehr handhabbar, ist durch Ueberbelastung festgefahren. Das ist bequem, damit können wir Unbeweglichkeit rechtfertigen.
  • Der Begriff Sachzwang ist der Jocker all jener, die ja keine Veränderung wollen.
  • Nehmen wir statt der Dialektik privat/öffentlich eine neue mit den Komponenten Einzelmensch contra ganze Menschheit wird wieder viel Handlungsspielraum frei.

Was hat MAXI damit zu tun? (MAXI ist der Super-Computer auf Yenabee als Haupt-Nebenfigur in einer Geschichte, an der ich schon seit Jahren, und immer noch, herumbastle und verändere).

  • Es geht um eine neue Konzeption der Dualität: indem wir MAXI (= einem zukünftigen phantasmatischen Super-Computer) eine Aufgabe übertragen, die wir bis jetzt Gott zugesprochen haben, entmythologisieren wir das ordnende Gerechtigkeitsprinzip, dessen Funktion ja der Gottesbegriff u.a. erfüllen muss.
  • Er, der Begriff, wird wieder fassbar, veränderbar, die eigene Verantwortung kann wieder übernommen werden.
  • Die Akzeptanz eines Computers als Ordnungprinzip anstelle eines unsichtbaren gerechten Gottes hat die gleiche Dynamik in sich, wie das Loslassen von phantasmatisch zementierten Sachzwängen in den Köpfen der Einzelnen, wie jene von Privat/Oeffentlichkeit.
  • Denn es ist doch klar, dass ein Computer wie MAXI die Grenzen zwischen Privat und Oeffentlichkeit verwischt. Plötzlich werden sie caduc, wir erkennen die mythologische Abwehr in dieser forzierten, pervertierten Grundsituation privat/öffentlich, welche ohne diese Perversion, neutral wäre.
  • Wenn wir narzistisch diese Grenzen privat/öffentlich etwas loslassen können, öffnen wir neue Perspektiven, sehen wir plötzlich neue Möglichkeiten, wo vorher nur Sachzwänge uns angrinsten.
  • Ja, der Super MAXI- Computer als zukünftiges neues Monster, wenn bald mal hierzulande Terroristen und Sekten unsere Phantasmen nicht mehr genug aufregen können. Genau das richtige Monster, damit wir unsere eigenen Widersprüche irgendwo spiegeln können … als eventuelle Chance, doch noch etwas zu verstehen in diesem ganzen Schöpfungs-Irrsinn.

Dies, indem ich zugebe: hier fängt die Arbeit eben erst an – verstehen statt mythologisieren … doch, doch, der Weg ist das Ziel.

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