Genitalverstümmelung

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Rundbrief per e-mail erhalten:
Von: Giordano Bruno Stiftung
Datum: 02/09/2009

*Am Donnerstag, dem 17. September, findet von 11:00 – 13:00 Uhr eine Pressekonferenz zum Start der Kampagne im Presse- und Informationszentrum der Bundesregierung (Raum 4, Eingang Reichstagsufer 14, 10117 Berlin) statt. Am gleichen Tag wird auch die Kampagnen-Website http://www.patenmaedchen.de/ (Patenmädchen.de) freigeschaltet werden.

Auszug aus dem Rundbrief vom 2. September 2009 der Giordano Bruno Stiftung:

KAMPAGNE “SCHUTZ VON PATENMÄDCHEN VOR GENITALVERSTÜMMELUNG”: PRESSEKONFERENZ IN BERLIN

Recherchen und Berechnungen zufolge werden bis zu 400.000 Patenmädchen in 18 Ländern schutzlos der Genitalverstümmelung ausgeliefert. Die Organisationen dulden diese schwere Kinderrechtsverletzung an den Patenmädchen und unterlassen es, den Verzicht auf diese Gewalt aktiv zu vereinbaren und in ihren Förderkriterien zu verankern. Diesen unerträglichen Zustand zu ändern, ist das Ziel der Kampagne “Schutz von Patenmädchen vor Genitalverstümmelung”, die u.a. von der Giordano Bruno Stiftung unterstützt wird.

Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon erklärte das Engagement der Stiftung wie folgt: “Genitalverstümmelung ist keine kulturell legitimierte Praxis, sondern ein Verbrechen! Man muss dies so deutlich hervorheben, da der kulturelle Relativismus, der absurderweise Traditionen statt Menschen schützt, in unseren Breitengraden allzu häufig als ein Zeichen ‘echter Toleranz’ gewertet wird. In Wahrheit jedoch ist er ein Zeichen von Ignoranz, von Abstumpfung gegenüber dem realen Leid, das durch ‘altehrwürdige’ kulturelle Praktiken oftmals erzeugt wird.”

Im Fall der Genitalverstümmelung sei dieses Leid besonders offensichtlich, so der gbs-Sprecher. “Deshalb ist es ein Skandal, dass deutsche Hilfsorganisationen so wenig unternehmen, um die von ihnen betreuten Patenkinder zu schützen! Wir dürfen die Gewalt, die den Mädchen angetan wird, nicht weiter verdrängen, sondern müssen alles daran setzen, um sie effektiv zu bekämpfen. Rücksichtsnahme auf kulturelle Traditionen wäre hier völlig unangebracht: Schließlich müssen die Menschenrechte für alle gelten? unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft …

(dieser Abschnitt steht am Anfang am Anfang)*

… An der Pressekonferenz nehmen teil: Lucy Semiyan Mashua (Menschenrechtsaktivistin aus Kenia/Massai), Ines Laufer (Initiatorin der TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung), Simone Schwarz
(Vorstandsmitglied der Frauen- und Kinderrechtsorganisation TABU e.V.), Martin Umbach (Schauspieler und Autor) sowie Sister Fa (die bekannteste Rap-Musikerin Senegals, die sich für ein Ende der Genitalverstümmelungen in ihrem Heimatland engagiert). Die Moderation der Pressekonferenz übernimmt der Journalist Thomas von der Osten-Sacken.

Pressekontakt: Simone Schwarz, Tel.: 0341/3310796, Mobil: 0176/24035697, e-Mail.

… (Hier ganzer Rundbrief bestellen).

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